04/05/2021

#13 – Heide Göttner-Abendroth – Der Weg in eine egalitäre Zukunft

Dr. Heide Göttner-Abendroth ist Philosophin, Kultur- und Gesellschaftsforscherin. Sie ist als profunde Kritikerin des Patriarchats bekannt und ist die Begründerin der modernen Matriarchatsforschung.

Die weltweite soziale und ökologische Krise lässt uns immer differenzierter und kritischer auf die uns bekannte Gesellschaftsform des Patriarchats blicken, die Hierarchie, bedingungsloses Wachstum, Machtmissbrauch, Ausbeutung und Unterdrückung unterstützt.

Aus dem mütterlichen Prinzip des Lebensschenkens, dem Frauen und Männer gleichermaßen dienen, entwickelt Heide Göttner-Abendroth das Bild einer Kultur, die vom gegenseitigen Respekt der Geschlechter sowie der Heilung allen Lebens getragen wird.

Die Besinnung auf die Weisheit matriarchaler Kulturen, von denen einige bis heute in Frieden und ausgeglichenem Wohlstand existieren, führt zu einer Gesellschaft in Balance, die auf die Kraft und Intelligenz von Gemeinschaft baut.

Ich werde mit ihr darüber sprechen, wie es zu dem aktuellen Ungleichgewicht kommen konnte und wie der Weg in eine egalitäre Gesellschaft aussehen kann, die auf Subsistenz, auf Kooperation, auf Gleichberechtigung und der Verehrung der Gesamtheit allen Seins als Göttlich basiert – und welchen Beitrag wir Männer dazu leisten können.

Webseite Internationale HAGIA Akademie

Webseite Dr. Heide Göttner-Abendroth

Buch „Die Göttin und ihr Heros“

Buch „Der Weg in eine egalitäre Gesellschaft“

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Robert von Ranke-Graves (*24. Juli 1895 in Wimbledon, London – † 7. Dezember 1985 auf Mallorca) lebte als Schriftsteller vorwiegend in Deyá auf Mallorca. 1954 wurde er Mitglied des Royal Anthropological Institute, 1961 bis 1966 hatte er eine Professur für Poetik in Oxford inne, wo er 1961 zum «Chair of Poetry» gewählt wurde.
Robert Graves, der seinen ins Deutsche übertragenen Werken den Namen seiner deutschen Vorfahren zufügte, ist in erster Linie experimenteller Lyriker und Essayist. Mehrere seiner circa 60 Bücher sind mit internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet worden. Aber auch als Übersetzer und Verfasser von Prosawerken – zu seinen hierzulande bekanntesten gehört der historische Roman «Ich, Claudius, Kaiser und Gott» – ist er hervorgetreten und geehrt worden. Er schrieb darüber hinaus über die Griechische Mythologie.

Marija Gimbutas (* 23. Januar 1921 in Vilnius – † 2. Februar 1994 in Los Angeles) war Archäologin, Prähistorikerin und Anthropologin.
Gimbutas schildert auf wissenschaftlichen Grundlagen ein Weltbild, in dem das mitteleuopäische Neolithikum von einer Religion der „Großen Göttin“ geleitet gewesen und von patrilinearen Horden aus dem Kurgangebiet überfremdet worden sei. Sie beweist das Vorhandensein eines reichhaltigen Pantheons an Göttinnen, welche sich im Paläolithikum herausbildeten, anhand einer Vielzahl und oft selten publizierter archäologischer Funde aus der vor-indo-europäischen Zeit.

Die Mosuo oder Moso sind ein matriarchalisch organisiertes Volk, das im Südwesten der Volksrepublick China lebt, zwischen den Provinzen Yunnan und Sichuan. Seine Bevölkerungsgröße wird auf rund 40.000 Angehörige geschätzt.

Die Hopi (Abkürzung von Hopituh Shinumu – „friedfertiges Volk“) sind die westlichste Gruppe der Pueblo-Indianer und waren früher matriarchalisch organisiert. Sie leben im Nordosten von Arizona im Südwesten der Vereinigten Staaten, die Mehrheit der Hopi ist Teil des Hopi Tribe of Arizona, dessen 12.600 km² großes Reservat heute inmitten der Navajo Nation Reservation der Navajo am Rande der Painted Desert liegt.